Regelungen zur Betreuung von Kinder und Pflege von Angehörigen

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In diesem Abschnitt finden Sie Hinweise und Regelungen, die die Betreuung von Kindern oder die Pflege von Angehörigen in Zeiten der Corona-Pandemie erleichtern.

Stand: 16.08.2021

Regelungen zur Kinderbetreuung bei angeordneter Quarantäne des Kindes durch das Gesundheitsamt

Beschäftigte, welche, wegen einer vom Gesundheitsamt angeordneten Quarantäne, zur Betreuung minderjähriger Kinder nicht im Büro anwesend sein können, stimmen bitte mit Ihrer Fachvorgesetzten bzw. Ihrem Fachvorgesetzten eine individuelle Regelung ab. Voraussetzungen für diese Regelungen sind, dass selbst keine Erkrankung vorliegt und es keine Alternativen zur Betreuung der Kinder gibt.

Diesen Beschäftigen ist, sofern es möglich ist, Telearbeit oder Homeoffice anzubieten. Diese Regelung wurde auf der AL1-Konferenz vom 13.03.2020 beschlossen und gilt auch für die Universität. Auch Arbeitszeitverlagerung und die Inanspruchnahme von Urlaub oder Arbeitszeitguthaben ist denkbar.

Wenn alle vorgenannten Möglichkeiten nicht greifen, kommt auch eine Gewährung von unbezahlten Sonderurlaub zur Betreuung in Betracht. Den Antrag hierfür müssen Sie an das Referat Personalservice richten und konkrete Angaben zur Betreuungssituation machen.

Ein Entschädigungsanspruch nach dem Infektionsschutzgesetz ist nur möglich, wenn Beschäftigte aufgrund der staatlichen Maßnahmen ihre Arbeitsleistung nicht erbringen können. Tarifbeschäftigte müssen ohne Fortzahlung von Entgelt freigestellt sein und somit tatsächlich von einem Verdienstausfall betroffen sein. Eine individuelle Klärung erfolgt über den Personalservice. 

Stand:  16.08.2021

Regelungen zum Erhalt von Kinderkrankengeld

Der Anspruch auf Kinderkrankengeld ist noch einmal angehoben worden. Statt der zuletzt 20 Kinderkrankentage pro Elternteil und Kind können Eltern jetzt 30 Tage für die Betreuung eines kranken Kindes geltend machen. Für Alleinerziehende wird der Anspruch von 40 auf 60 Tage erhöht. Bei zwei Kindern besteht sogar Anspruch auf insgesamt 120 Tage, bei mehr als zwei Kindern auf maximal 130.

Die Regelungen können Sie hier einsehen Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 18 (bundesgesundheitsministerium.de). Die Regelung gilt für Kinder bis zwölf Jahre. Der Anspruch erlischt mit dem zwölften Geburtstag. Für Kinder mit Behinderung, die auf Hilfe angewiesen sind, gibt es keine Altersgrenze.

Für Beamte und Beschäftigte mit nicht gesetzlich versicherten Kinder gelten andere Regelungen.

Die Hinweise des Landes M-V können Sie hier einsehen:

Der Anspruch besteht auch, wenn ein Kind zu Hause betreut werden muss, weil Schulen oder KiTas geschlossen sind, die Präsenzpflicht in der Schule aufgehoben oder der Zugang zum Betreuungsangebot der KiTa eingeschränkt wurde. Eltern können das Kinderkrankengeld auch beantragen, wenn sie im Homeoffice arbeiten könnten. Wir empfehlen Ihnen die Bescheinigung vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend zu verwenden.

Daher gilt:

Die Regelungen gelten nur für gesetzlich versicherte Eltern mit Kindern bis 12 Jahre. Beamte müssen im Personaldezernat Sonderurlaub beantragen, der Anspruch ist hier jedoch geringer.

Weitere Informationen können Sie dem Bundesministerium für Gesundheit zu geltenden Regelungen in Bezug auf die Kinderkrankentage im Jahr 2021 entnehmen.

Stand: 16.08.2021

Hinweise für pflegende Angehörige

Für Pflegesituationen, die aufgrund der Pandemie aufgetreten sind, z.B. infolge geschlossener Tagespflegeeinrichtungen, besteht im Fall einer kurzfristigen Arbeitsverhinderung nach § 2 PflegeZG die Möglichkeit, eine unbezahlte Freistellung zu beantragen. Für die Zeit der Freistellung besteht ein Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld nach § 150 Abs. 5d SGB XI, das Sie bei der Pflegekasse des zu pflegenden Angehörigen beantragen müssen. 

Näheres entnehmen Sie dem Rundschreiben des Landes von 08. Juli 2021. Weitere Informationen zur Pflege finden Sie auch in unseren Rundschreiben.

Stand: 16.08.2021